Die gestrige Nacht mal im Kurzdurchlauf:
- Froh darüber, dass die „Doorbänger“ nicht mehr da sind.
- Mit jungem Franzose, Name Christian, noch geplaudert.
- Abgemacht, dass ich ihn nach Kinsale mitnehme.
- Musikgehört und eingeschlafen.
- „little elephant“, eine Dame die viel Platz braucht, stürmt herein und heraus, mehrfaches *bäng*.
- aus der Traum.
Na ja, ich tue den Elefanten wohl unrecht, werde aber es wieder gutmachen.
Am Morgen sin Christian und ich nach Kinsale gefahren, juhu jetzt habe ich einen Navigator und musste nicht mehr der Stimmer der Frau gehorchen. Da angekommen genehmigten wir und ein Frühstück und plauderten noch ein wenig übers Reisen, die Notwendigkeit eines Smartphone’s und warum ein Haschtag eigentlich eine gute Sache wäre, wenn diese User in auch richtig gebrauchen würden. Na ja, und so vieles mehr. Es war richtig interessant und ich habe wieder ein paar persönliche Inputs erhalten.
Jeder Mensch, der mir begegnet, hat etwas für mich, einzig ich bin in der Lage es herausfinden.
Na ja, seit der letzten Nacht bin ich mir wegen „little elephant“ nicht mehr so sicher. *schmunzel*
Nach dem Frühstück verabschiedeten wir uns und ich zog weiter in Richtung Charles Fort, einer Festung aus dem 17. Jahrhundert. Wirklich imposante Erscheinung. Und wieder eine Tour mit spannenden Infos, so macht Geschichtsunterricht Spass.
Jetzt ist es an der Zeit mich dem eigentlichen Grund, warum ich in den Süden fahren sollte, zu widmen. In Kinsale startet nämlich dem Wild Atlantik Way. Noch kurz ins Tourist Information Center die entsprechenden Unterlagen besorgen, unteranderem auch passende Karten. Und Los!
Der Wild Atlantik Way ist super ausgeschildert und hat ein eigenes Symbol. Da kann ja nichts mehr schiefgehen.
Die Fahrt durch den Süden von Irland ist einfach brillant. Das satte Grün der Landschaft und die frische Luft tun nach der Stadtphase so richtig gut. Es geht in Richtung Old Had einem frisch renovierten Turm, der einen phantastischen Ausblick aufs Meer bietet, und das fast 360°. Ein Grund hier etwas länger zu verweilen und tief durch zu atmen . Übrigens, wenn ihr ganz genau hinschaut, dann seht ihr auf dem äussersten Zipfeln ein – Golfplatz! Na ja, da braucht man viel Gefühl und den richtigen Schwung, sonst verschwimmt sich der Golfball auf nimmer wiedersehen.
Kurz vor Timoleague bemerkte ich ein Schild, das mich sofort zu einer Reaktion zwang. Kurz blinken und dann ab auf den Parkplatz. Das Restaurant heisst The Pink Elephant. Mit der Sympathie zu diesem wirklich schönen Ort, konnte ich sicher meine vielleicht nicht so wohlwollende Bezeichnung einer bestimmten Person wieder gutmachen. Und ich genehmige mir jetzt ein Lunch mit Ausblick.
Was zu der Strassenführung des Wild Atlantik Way. Der Weg benötigt alle Strassenklassen die es wahrscheinlich in Irland gibt. Mit Ausnahme der Autobahnen und Saumpfade oder wie die auch immer hier heissen. Manchmal ist das Kreuzen unmöglich und die Sicht der links und rechts herabhängenden Bäume dermassen eingeschränkt, dass Schritttempo von Vorteil wäre. Na ja, Gottvertrauen und meine Fahrkünste reichen wohl auch, oder?
So langsam halte ich Ausschau, wo ich heute übernachten kann, denn die Sonne nähert sich langsam dem Horizont. Hostels gibt es in dieser Gegend kaum, denn welcher Backpacker ist schon mit dem Auto unterwegs. Also, das erste Hotel ist ausgebucht.
Mein Gedanke; fängt ja gut an. Was macht man da am besten? Genau die Bestellung beim Universum und achtsam sein. In einer Linkskurve sah ich ganz kurz ein Schild, Bethel Guest House, hätte gepasst, aber schon vorbei, also weiter.
Ich muss euch ja nicht verraten wo ich am Schluss wieder gelandet bin. Und so verbringe ich den Abend und meine „Berichtserstattung“ in dem besagten Haus mit dem Schild und einem wundervollen Zimmer.
Impressionen vom heutigen Tag