The Pink Elephant

Die gestrige Nacht mal im Kurzdurchlauf:

  • Froh darüber, dass die „Doorbänger“ nicht mehr da sind.
  • Mit jungem Franzose, Name Christian, noch geplaudert.
  • Abgemacht, dass ich ihn nach Kinsale mitnehme.
  • Musikgehört und eingeschlafen.
  • „little elephant“, eine Dame die viel Platz braucht, stürmt herein und heraus, mehrfaches *bäng*.
  • aus der Traum.

Na ja, ich tue den Elefanten wohl unrecht, werde aber es wieder gutmachen.

Am Morgen sin Christian und ich nach Kinsale gefahren, juhu jetzt habe ich einen Navigator und musste nicht mehr der Stimmer der Frau gehorchen. Da angekommen genehmigten wir und ein Frühstück und plauderten noch ein wenig übers Reisen, die Notwendigkeit eines Smartphone’s und warum ein Haschtag eigentlich eine gute Sache wäre, wenn diese User in auch richtig gebrauchen würden. Na ja, und so vieles mehr. Es war richtig interessant und ich habe wieder ein paar persönliche Inputs erhalten.

Jeder Mensch, der mir begegnet, hat etwas für mich, einzig ich bin in der Lage es herausfinden.

Na ja, seit der letzten Nacht bin ich mir wegen „little elephant“ nicht mehr so sicher. *schmunzel*

Nach dem Frühstück verabschiedeten wir uns und ich zog weiter in Richtung Charles Fort, einer Festung aus dem 17. Jahrhundert. Wirklich imposante Erscheinung. Und wieder eine Tour mit spannenden Infos, so macht Geschichtsunterricht Spass.

Jetzt ist es an der Zeit mich dem eigentlichen Grund, warum ich in den Süden fahren sollte, zu widmen. In Kinsale startet nämlich dem Wild Atlantik Way. Noch kurz ins Tourist Information Center die entsprechenden Unterlagen besorgen, unteranderem auch passende Karten. Und Los!

Der Wild Atlantik Way ist super ausgeschildert und hat ein eigenes Symbol. Da kann ja nichts mehr schiefgehen.

Die Fahrt durch den Süden von Irland ist einfach brillant. Das satte Grün der Landschaft und die frische Luft tun nach der Stadtphase so richtig gut. Es geht in Richtung Old Had einem frisch renovierten Turm, der einen phantastischen Ausblick aufs Meer bietet, und das fast 360°. Ein Grund hier etwas länger zu verweilen und tief durch zu atmen . Übrigens, wenn ihr ganz genau hinschaut, dann seht ihr auf dem äussersten Zipfeln ein – Golfplatz! Na ja, da braucht man viel Gefühl und den richtigen Schwung, sonst verschwimmt sich der Golfball auf nimmer wiedersehen.

Kurz vor Timoleague bemerkte ich ein Schild, das mich sofort zu einer Reaktion zwang. Kurz blinken und dann ab auf den Parkplatz. Das Restaurant heisst The Pink Elephant. Mit der Sympathie zu diesem wirklich schönen Ort, konnte ich sicher meine vielleicht nicht so wohlwollende Bezeichnung einer bestimmten Person wieder gutmachen. Und ich genehmige mir jetzt ein Lunch mit Ausblick.

Was zu der Strassenführung des Wild Atlantik Way. Der Weg benötigt alle Strassenklassen die es wahrscheinlich in Irland gibt. Mit Ausnahme der Autobahnen und Saumpfade oder wie die auch immer hier heissen. Manchmal ist das Kreuzen unmöglich und die Sicht der links und rechts herabhängenden Bäume dermassen eingeschränkt, dass Schritttempo von Vorteil wäre. Na ja, Gottvertrauen und meine Fahrkünste reichen wohl auch, oder?

So langsam halte ich Ausschau, wo ich heute übernachten kann, denn die Sonne nähert sich langsam dem Horizont. Hostels gibt es in dieser Gegend kaum, denn welcher Backpacker ist schon mit dem Auto unterwegs. Also, das erste Hotel ist ausgebucht.

Mein Gedanke; fängt ja gut an. Was macht man da am besten? Genau die Bestellung beim Universum und achtsam sein. In einer Linkskurve sah ich ganz kurz ein Schild, Bethel Guest House, hätte gepasst, aber schon vorbei, also weiter.

Ich muss euch ja nicht verraten wo ich am Schluss wieder gelandet bin. Und so verbringe ich den Abend und meine „Berichtserstattung“ in dem besagten Haus mit dem Schild und einem wundervollen Zimmer.


Impressionen vom heutigen Tag

Auf den Spuren der Titanic

Lange ausschlafen in einem Mehrbettzimmer ist ein Ding der Unmöglichkeit. Die Nacht war zwar nicht so turbulent wie das letzte Mal, aber ich war froh, dass es Zeit zum Aufstehen war. Dieses Mal war es die Türe, die unmöglich leise zu schliessen war. Kurze Dusche, das wichtigste für den Tag zusammengesucht und nichts wie weg, ähh, los wollte ich sagen. Ach ja, frische Wäsche nicht vergessen.

Den Weg nach Cobh bin ich ja schon einmal gefahren, also war es heute einfachen. Das Navi, nur für den Notfall eingeschaltet, oder so. Ich war relativ früh da und hatte das Glück noch ein „kleines Passagierschiff“ vor die Linse zu bekommen. Schon imposant am Quai die ganze Länge abzulaufen.

Da ich eher fluchtartig das Hostel ohne Frühstück verlassen habe, war es jetzt Zeit für ein weiteres Irish Breakfast.  Na was meint ihr, lecker? Und natürlich mit Blick auf den Hafen und das Meer. So konnte ich mir die Zeit vertreiben, denn hier geht es meistens erst ab 09:30 Uhr so richtig los. Na ja, gut zu wissen.

Am Eingang zur Ausstellung Titanic Experience wird man eingeladen, die Prozedur des „Bordings“ als einer der damaligen 123 Personen zu machen – also eine kleine Zeitreise.  Mein Name Ellen Natalie Shane. Es ist sehr beeindrukend alles so hautnah zu erleben, nicht zu vergessen, wir sind ja am Ort des Geschehens, aber über hundert Jahre später.  Also alles wird gezeigt, das Eintreffen am Hafen, der Transport zur Titanic, die vor der Küste ankerte, das Leben an Bord und natürlich auch der Untergang der Titanic. Dazu eine Dokumentation über die Auffindung der Titanic in über 2000 m Tiefe.

Übrigens Ellen Natalie Shane hat die Katastrophe überlebt, da bin ich aber wirklich froh. So konnte „ich“ als Überlebende die Ausstellung wieder verlassen. Wer weiss was sonst passiert wäre. Auf jeden Fall ist es nun Cappuccino-Time.

Nebenbei, ich weiss noch nicht was der Grund ist, dass ich ausgerechnet in Cobh oder Queenstown sollte und wie dieses eigenartige Gefühl einzuordnen ist. Na ja, ich kenne da jemanden, der mir weiterhelfen kann, aber das wird aber andere Geschichte werden…

Mit Navi geht es besser

Heute geht es weiter nach Cork, aber ohne einen kurzen Abstechen nach Cashel. Da ist eine weitere Sehenswürdigkeit, Rock of Cashel. Die Karten, die ich im Moment habe taugen als Orientierungshilfe weniger, da sie kaum brauchbare Strassenbezeichnungen oder Nummern ausweisen.

Jetzt wäre vielleicht ein Smartphone mit Navi gut, oder? Eine Freundin versucht mir schon lange die Vorteile eines iPhone’s schmackhaft zu machen. Na ja, vielleicht später.

Im Moment ich bin ja stolzer Besitzer eines iPad’s. Das geht auch, vorausgesetzt eine Sim ist dabei. Alles da! Also, ich gebe meinen Zielort ein, und um die Fahrt zu geniessen deaktiviere ich in den Optionen die Autobahnen und wähle die kürzeste Verbindung. „Route wird berechnet“ und los geht’s. Nebenbei, wenn ihr Zeit und Musse habt, dann müsst ihr das auch mal ausprobieren. Ich garantiere Euch bestimmt neue Erfahrungen.

Da das iPad bei mir auf  dem Armaturenbrett die Sicht versperren würde und bei jeder Kurve runterfällt, ja ja iPhone wäre besser, liegt es nun auf dem Beifahrersitz mit Sprachausgabe. Die nette Dame in meinem iPad sagt mir dann immer wo und wann ich abbiegen muss. – An dieser Stelle möchte ich darauf hinweisen, dass ich hier eine Ausnahme mache und das tue was die Frau sagt.

So ist meine Konzentration beim Fahren und Abschätzen der Distanzen zu Randstein und zur Mittellinie. Das ist auch gut so, denn meine Fahrt geht durch kleine Dörfchen, schmale Wege und unübersichtliche Strassenführung. Wisst ihr schon wie Reifen tönen, wenn man sie quält? Ich schon, denn nicht immer klappte es mit meiner Distanzschätzung.

Um die Mittagszeit erreiche ich Cashel und suche mir einen Parkplatz. Aber Achtung, parkieren ist nicht gratis, da gibt es offensichtlich ein System, habe aber noch nicht ganz herausgefunden wie das funktioniert. Aus jeden Fall habe ich etwas entfernt ein Tickeautomat gefunden und für 2 Stunden all meine Münzen reingeworfen. Hoffe es passt so.

Rock of Cashel, eine schon sehr altes Bauwerk wirkt imposant, nicht nur weil es auf einem Hügel steht. Die Geschichten dazu, die unser Guide Susan lebhaft erzählt macht es zu einem besonderen Erlebnis.

Ein Stein mag unscheinbar sein, seine Geschichte lässt aber jegliche Fantasie zum Leben erwecken.

Auf der Weiterfahrt nach Cork habe ich spontan die Autobahn wieder Mal verlassen und landete in einem idyllische Dörfchen, und wie kann es anders sein, auch hier hat es historische „Steinhaufen“.  Ich setzte mich in ein Strassenkaffee und habe etwas Kleines gegessen, beim Kaffee beobachtete ich nebenbei die Menschen, die an mir vorbei gingen.

Meine Erkenntnis nach langer Überlegung,  „the irish poeple are different“. So langsam begreife ich das Land und die Geschichte und bekomme eine Ahnung, warum sie so sind, wie sie sind.

In Cork bin in im Sheila’s Hostel abgestiegen, ein Mehrbettzimmer. Na ja, vielleicht ist es hier besser. Meine Wäsche konnte ich auch gleich erledigen lassen und da noch Zeit vom Tag übrig war, zog es mich automatisch nach Cobh. 

Im Cobh Heritage Center besuchte ich die Ausstellung über die Hungersnot und Auswanderungen der Iren nach Amerika, die Gefangenen – Schiffe nach Australien – der Besuch der Titanic und vieles mehr.

Übrigens: 1922 mit der Unabhängigkeit Irlands wurde der Name Queenstown in Cobh geändert, falls ihr den Film Titanic schon gesehen habt.

Irgend etwas an dieser Stelle in mir wollte am nächsten Tag nochmal nach Cobh, oder eher nach Queenstown?


Rock of Cashel

Alles hat seinen Preis!

Was waren wohl meine Befürchtungen gestern wohl? Ja genau das Mehrbettzimmer. Es lief wie folgt; Endlich Ruhe gefunden und schon fast weg geknickt, da kommt schon der nächste ins Zimmer, fummelt in seinen Rucksack, haut sich auf die Matratze und spielt noch mit seinem Smartphone „bip, klirr, bäng“. Uff!!

Kaum war er mit seinem Nachtritual fertig und ich wollte schon aufatmen, da latschte der nächste ins Zimmer und wieder das gleiche Prozedere. Ich frage mich, was habe die alle mit ihren Smartphone?

Mir fällt da folgende Szene ein, diejenigen von Euch die Werner Beinhart kennen, wissen vielleich auch schon was kommt: „Werner im Krankenhaus„. Nebenbei habe ich erwähnt, dass es ein 6 Bettzimmer ist und ich erst um 23:30 unter die Decke kroch? Na ja, morgen werde ich was verändern, oder ist es schon heute?

Auf das Irish Breakfast habe ich heute freiwillig verzichtet, denn diese Würstchen haben mich bei weitem nicht angesprochen – wenn sie sprechen könnten. Ich begnügte mich mit Müsli, Eier und Früchten, was sich ein guter Start in den Tag verheissen konnte. Ach ja, das Wetter: 17 °C, tiefhängende Wolken und Nieselregen, also mit anderen Worten, feucht und unangenehm.

Ich beschloss heute das Castle von Kilkenny unter die Lupe zu nehmen. Bin ich froh habe ich mein Mokka, dann stehen solchen spontanen Ideen nichts im Weg. Und eine weitere Übung im Linksfahren kann ja nicht schaden. Also ab ins Auto und los, Kilkenny ich komme.

Das gut restaurierte Castle mit seiner Parkanlage kann sich sehen lassen und die Geschichte wird auch es modern erzählt, nämlich mit Multimedia. Da sind die einzelnen Infotafeln, die übrigens auch modern gestaltet sind, gefühlte Steinzeit. Also wenn es um Geschichte geht, dann ist Multimedia mein Ding.

Es ist immer gut den Tourist-Infocenter ein Besuch abzustatten, wer weiss, was am da noch finden kann. Wie der Zufall es wollte fand ich die Unterlagen „Wild Atlantic Way“. Der Impuls von der Dame in Dublin ist wohl angekommen.

Der Nieselregen wurde leider vom Wind nicht weggeblasen und so beschloss ich für den Rest des Tages einfach zu Sein.

Sparsam sein ist ja gut, aber man kann es auch übertreiben!

Übrigens, ich habe mir für die nächsten 2 Nächte ein Einzelzimmer genommen.


So ein Felsennest hat schon was, aber nur mit Bediensteten!

 

 

Norden oder Süden?

Heute ist eines gewiss, ich werde Dublin hinter mir lassen, aber im Moment ist noch nicht klar, in welche Richtung meine Reise führt. Am ersten Tag auf meiner Erkundungstour in Dublin ist mir eine Ausstellung mit dem Namen Epic Ireland aufgefallen, deren Besuch ich mir bis zuletzt aufgehoben habe. Neugierig, dann klickt mal auf den Link.

Es geht um die Geschichte von Irland bis zum heutigen Tag, oder anders ausgedrückt „The Journey of a people“. Es ist eindrücklich die Geschichte eines Landes so nahe und intensive zu erleben und in einer Form, die sicher nicht langweilig wird, in Multimedia mit vielen spielerischen Effekten. Erinnern wir uns mal zurück an unseren Geschichtsunterricht, da konnte man vor Langeweile kaum mehr mithalten.

Beim Eingang der Tour bekommt jeder einen „Pass“, den er auf der Reise durch die Zeit in den verschiedenen Epochen abstempeln konnte. Der letzte Stempel bekam ich dann von einer netten Angestellten und wie plauderten ein wenig. Während unserer Unterhaltung bekam ich dann prompt die Antwort in welche Richtung meine Reise weitergeht. Weiter bekam ich einen interessanten Input, Wild Atlantic Way.

Mein Auto konnte ich um 16:00 Uhr abholen und siehe da, ein Opel Mokka. Den wollte ich schon lange mal ausprobieren. Der Zustand, dass das Lenkrad auf der rechten Seite war, schmälert aber in keiner Weise den bevorstehenden Fahrspass.  Ein grosser Aufkleber „drive Left“  sollte immer daran erinnern welches Strassenseite hier bevorzug zu benutzen war.

Ihr wollt jetzt sicher noch wissen, in welche Richtung ich losfuhr, oder? – Es geht in Richtung Süden nach Waterford, wo ich im Portree Guest House gleich mal für 3 Nachte ein Bett in einem Mehrbettzimmer reserviert habe. Na ja, hoffe es passt so.

Am Abend habe ich nun endlich Zeit meine Beiträge für die Webseite zu schreiben und wie ich vermute warten sicher einige schon auf meine ersten Eindrücke.

Kreuz und Quer

Auf meiner Karte habe ich gestern so viele Kreuze und Kreise gekrizelt, dass ich jetzt gar nicht mehr weiss, wo ich anfangen soll. Na ja, einfach der Nase nach. Auf den Bus konnte ich ja verzichten, da wegen den vielen Baustellen nur Stau auf den Strassen war und ich schneller zu Fuss voran kam, was auch meiner Fitness zu Gute kommt.

Als erstes ging ich aus der Talbot Street, wo sich mein Hotel befand, in Richtung  O’Connell Street und dann nach Süden in die D’Olier Street. Da habe ich ein Bauwerk gefunden mit dem Namen, wie könnte es ander sein, D’Olier Chambers, dass zwar aus Backsteinen besteht, aber statt das gewohnten dunkelbraun leuchtet es gelb. Na eine Idee warum es so aussieht? Der Grund für die Gelbfärbung ist der Anteil des gelben Sandes. Schade das die Baustelle mein Foto etwas verunstaltet, aber im Moment wird im Stadtkern überall gebaut.

Als nächstes zur College Street, wo ich unbewusst ein paar Leuten nachgelaufen bin. Und siehe da, stand ich am Eingang zum Trinity College und ohne gross nachzudenken kaufte ich ein Ticket. Die Führung beginnt in 2 Minuten, wurde erklärt.  Erst als ich da stand und auf den Beginn der Führung wartete, wurde mir klar, dass hier was nicht mit rechten Dingen zugeht. Ich hatte hier doch gar kein Kreuz auf meiner Karte.

Die junge Dame, die uns die Geschichte des College näher brachte, hatte es nicht einfach. Offensichtlich war heute Rasenmäher-Tag. Mit erhöhter Aufmerksamkeit gelange es mir aber doch das ganze in diesem English zu Verstehen. Unsere Führung brachte uns auch zum Glockenturm, der im Zentrum des Eingang-Areals stand. Während den Ausführungen, warum und wozu die Glocken geläutet wurden, geschah was völlig unerwartetes.

Plötzlich lief es mir kalt den Rücken herunter und ich wurde tief in mir mit dem Gefühl berührt; Ich war schon mal hier! Jetzt wurde mir auch klar, warum sich alles so ergeben hat. Es dreht sich um eine bestimmte Erkenntnis und was damit zusammenhängt. Aber das ist eine andere, alte Geschichte …

Weiter entlang der Nassau Street und Clare Street zum Marrion Square. In einer Ecke vom Park hat sich Oscar Wilde auf einem grossen Stein niedergelassen. Mein Erlebnis am Glockenturm liess mich ganz vergessen, dass ich doch noch ein Foto von ihm schiessen könnte.

Die Marrion Street entlang, durch die Marrion Row zum St. Stephren Green. Hier gönnte ich mir eine kleine Pause im grünen Park mit zwei kleinen Seen. So rumlaufen geht halt doch schon in die Beine und der Asphalt ist ja auch nicht die beste Grundlage. Schon gut habe ich mir noch die leichten Trekking Schuhe besorgt.

In der King Street South steuerte ich ins das Einkaufszentrum, nein nicht um meine Fereinsouveniers zu kaufen, sondern weil mir die Architektur aus Stahl gefallen hat. Der Maschinenbau-Ingenieur in mir lässt grüssen. Wieder draussen zug mich eine Musik auch gleich noch zu  einer Vorführung von River Dance in der Einkaufsstrasse. Es ist schon toll und faszinierend zuzuschauen, wie diese „Artisten“ ihr Tanzbein schwingen.

Natürlich konnte ich es nicht sein lassen und der St. Patrick’s Cathedral, schon des Namens wegen, ein Besuch abzustatten. schliesslich gibt es nicht viele, deren Namen in einer solchen Verbingung gebraucht wird, und dann noch mit „St.“ davor. Das Bauwerk ist eindrücklich alt, so wie auch die Geschichten darum.

Die St. Patrick Street hinauf, wie könnte es ander sein, zur Christ Church Cathedral. Irgendwie kann ich nachvolziehen, dass die Menschen eine gewisse Ehrfurcht vor solchen Gebäuden hatten. Imposant sind sie auf jeden Fall. Mit diesem Rundgang hatte ich für heute genug „Steinhaufen“ gesehen und mir bleibt nur noch eins. Ab auf ein Guinnes in das Gebiet Temple Bar.

Nach 7 Stunden kreuz und quer durch Dublin war ich froh, keine weiteren Markierungen auf meiner Karte zu haben.


„Kreuzzug“ durch die Zeiten der Geschichte.

Willkommen in Dublin

Die Nacht war relativ schnell vorbei, um 5:00 Uhr ist es schon hell, und die Möwen veranstalteten auch schon ihre Morgendebatte. Was für Geräusche die machen, das glaubt man kaum. Mir ist jetzt auch aufgefallen, dass zwischen dem Bettende und der Wand nur die geräumige Breite von 30 cm vorhanden ist. Na zum Glück war es nur ein Einzelzimmer, zu zweit wäre es eine Herausforderung oder zu neudeutsch „Challange“ geworden.

Und die Dusche erst, klein aber mein, oder so. Einseifen ohne die Ellbogen anzuschlagen oder versehentlich das Kaltwasser einzustellen, eine grosse Kunst. Na ja, aber sauber ist es, das kann ich bestätigen.

Zuweilen sind es unsere Vorstellungen, die die Dinge so werden lassen wie wir sie erleben.

Am Frühstück gab es nichts auszusetzen, aber auf die Bohnen und die smarten  Würstchen konnte ich verzichten. Ich stärkte mich dagegen mit einem Müsli und Früchten. Als Proviant für die  Stadtbesichtigung sind eine Banane und ein Apfel in meinem Rucksack verschwunden. An der Rezeption noch kurz einen Stadtplan eingepackt und los.

Wie schon erprobt ist es meine beste Variante die „Hop on – Hop off“ Busse zum auskundschaften der Stadt zu nehmen. Und was für ein Zufall, die Buse waren grün. Die erste Tour ging zu den Dockland und die zweite Tour durch die City.

Es ist immer wieder eine Freude zu erleben, wenn der Busfahrer mit Humor und Stolz die alten Geschichten der einzelnen Sehenswürdigkeiten zum Besten gibt. Unser Busfahrer konnte sogar mit passenden alten irische Volkslieder zur den Sehenswürdigkeit aufwarten. Als er uns aber auch noch zum Mitsingen  aufforderte, musste ich das Handtuch werfen.

Auf der Tour markiere ich die für mich interessanten Orte auf der Karte, damit ich sie am nächsten Tag wiederfinde und in aller Ruhe besichtigen kann.

Zum Schluss der Tour landete ich beim „Auld Dubliner“, wo ich selbstverständlich ein Guinness zur Brust nahm. Ach ja, ein Musiker sorgte dafür, dass das Ganze auch mit entsprechender irischer Atmosphäre untermalt wurde.

Zurück zum Hotel, noch ein wenig TV um sich an diese Sprache zu gewöhnen und das war’s. Gute Nacht …


Kleinikeiten auf dem Weg durch die Gassen von heute.

Endlich soweit!

Es ist schon eine ganze Weile her, seit den letzten Ferien – und ich meine wirklich Ferien. Wenn ich so nachdenke, dann sind es schon mehr als 8 Jahre her. Endlich wieder Mal das tun was mir Spass macht, in den Tag hineinleben und einfach alles, was so Alltag ist, beiseite zu schieben. Da werden auch ein paar ungeduldige E-Mails warten müssen bis die Zeit ihrer Beantwortung gekommen ist.

Das Packen ist schnell erledigt, habe da ja noch die Erfahrung aus der Zeit meiner Weltreise, und siehe da, mein Rucksack bringt genau 20 kg auf die Waage. Noch die letzten E-Mails checken, kurze Überprüfung ob alles dabei ist und ab in den Zug zum Flughafen. Nebenbei erwähnt, ich bin noch selten so locker losgezogen. Ich hoffe es bleibt so.

ich gönne mir immer genug Zeit für das Prozedere des Abfliegens. Es ist schon fast zu einem Ritual geworden, den Start meiner Reise mit einem Prosecco oder einem Bier zu beginnen. Dieses Mal war es das Bier, genau genommen ein Weizenbier, und ich vermute, das Letzte für die nächsten 36 Tage.

Eine Premiere ist der Flug mit Aer Lingus, der irischen Fluggesellschaft. eigentlich kenne ich ja die Sicherheitsdemonstrationen der Luftfahrtgesellschaften schon in und auswendig, aber dieses Mal habe ich kein Wort verstanden. Ich dacht die Iren reden doch auch englisch, oder täusche ich mich. Es Klang so wie ein spezieller Dialekt, den ich aus New Zealand kenne.  Na ja, das kann lustig werden.

Da ich einen Abendflug bekommen habe, war die Zeit meiner Ankunft auch dementsprechend fortgeschritten. In meinem Hotel „Dublin Center Inn“ angekommen (00:54 Uhr) liess ich mich nur noch ins Bett fallen um in das Land der irischen Träume einzutauchen. Auspacken und das Zimmer begutachten kann ich auch noch am nächsten Morgen. Was mir nicht aufgefallen war, die Grösse des Zimmers …

Prolog

Was gibt es schöneres als eine Reise zu machen und über das Erlebte zu berichten. Na ja, da gäbe es schon was, aber das ist einen andere Geschichte …

Wenn ihr Lust und Zeit habt, dann lade ich euch gerne ein, mich durch Irland zu „begleiten“ und euch inspirieren zu lassen.

Ich wünsche euch viel Spass.
Gruss Patrick