Die Nacht war relativ schnell vorbei, um 5:00 Uhr ist es schon hell, und die Möwen veranstalteten auch schon ihre Morgendebatte. Was für Geräusche die machen, das glaubt man kaum. Mir ist jetzt auch aufgefallen, dass zwischen dem Bettende und der Wand nur die geräumige Breite von 30 cm vorhanden ist. Na zum Glück war es nur ein Einzelzimmer, zu zweit wäre es eine Herausforderung oder zu neudeutsch „Challange“ geworden.
Und die Dusche erst, klein aber mein, oder so. Einseifen ohne die Ellbogen anzuschlagen oder versehentlich das Kaltwasser einzustellen, eine grosse Kunst. Na ja, aber sauber ist es, das kann ich bestätigen.
Zuweilen sind es unsere Vorstellungen, die die Dinge so werden lassen wie wir sie erleben.
Am Frühstück gab es nichts auszusetzen, aber auf die Bohnen und die smarten Würstchen konnte ich verzichten. Ich stärkte mich dagegen mit einem Müsli und Früchten. Als Proviant für die Stadtbesichtigung sind eine Banane und ein Apfel in meinem Rucksack verschwunden. An der Rezeption noch kurz einen Stadtplan eingepackt und los.
Wie schon erprobt ist es meine beste Variante die „Hop on – Hop off“ Busse zum auskundschaften der Stadt zu nehmen. Und was für ein Zufall, die Buse waren grün. Die erste Tour ging zu den Dockland und die zweite Tour durch die City.
Es ist immer wieder eine Freude zu erleben, wenn der Busfahrer mit Humor und Stolz die alten Geschichten der einzelnen Sehenswürdigkeiten zum Besten gibt. Unser Busfahrer konnte sogar mit passenden alten irische Volkslieder zur den Sehenswürdigkeit aufwarten. Als er uns aber auch noch zum Mitsingen aufforderte, musste ich das Handtuch werfen.
Auf der Tour markiere ich die für mich interessanten Orte auf der Karte, damit ich sie am nächsten Tag wiederfinde und in aller Ruhe besichtigen kann.
Zum Schluss der Tour landete ich beim „Auld Dubliner“, wo ich selbstverständlich ein Guinness zur Brust nahm. Ach ja, ein Musiker sorgte dafür, dass das Ganze auch mit entsprechender irischer Atmosphäre untermalt wurde.
Zurück zum Hotel, noch ein wenig TV um sich an diese Sprache zu gewöhnen und das war’s. Gute Nacht …
Kleinikeiten auf dem Weg durch die Gassen von heute.