Mit Navi geht es besser

Heute geht es weiter nach Cork, aber ohne einen kurzen Abstechen nach Cashel. Da ist eine weitere Sehenswürdigkeit, Rock of Cashel. Die Karten, die ich im Moment habe taugen als Orientierungshilfe weniger, da sie kaum brauchbare Strassenbezeichnungen oder Nummern ausweisen.

Jetzt wäre vielleicht ein Smartphone mit Navi gut, oder? Eine Freundin versucht mir schon lange die Vorteile eines iPhone’s schmackhaft zu machen. Na ja, vielleicht später.

Im Moment ich bin ja stolzer Besitzer eines iPad’s. Das geht auch, vorausgesetzt eine Sim ist dabei. Alles da! Also, ich gebe meinen Zielort ein, und um die Fahrt zu geniessen deaktiviere ich in den Optionen die Autobahnen und wähle die kürzeste Verbindung. „Route wird berechnet“ und los geht’s. Nebenbei, wenn ihr Zeit und Musse habt, dann müsst ihr das auch mal ausprobieren. Ich garantiere Euch bestimmt neue Erfahrungen.

Da das iPad bei mir auf  dem Armaturenbrett die Sicht versperren würde und bei jeder Kurve runterfällt, ja ja iPhone wäre besser, liegt es nun auf dem Beifahrersitz mit Sprachausgabe. Die nette Dame in meinem iPad sagt mir dann immer wo und wann ich abbiegen muss. – An dieser Stelle möchte ich darauf hinweisen, dass ich hier eine Ausnahme mache und das tue was die Frau sagt.

So ist meine Konzentration beim Fahren und Abschätzen der Distanzen zu Randstein und zur Mittellinie. Das ist auch gut so, denn meine Fahrt geht durch kleine Dörfchen, schmale Wege und unübersichtliche Strassenführung. Wisst ihr schon wie Reifen tönen, wenn man sie quält? Ich schon, denn nicht immer klappte es mit meiner Distanzschätzung.

Um die Mittagszeit erreiche ich Cashel und suche mir einen Parkplatz. Aber Achtung, parkieren ist nicht gratis, da gibt es offensichtlich ein System, habe aber noch nicht ganz herausgefunden wie das funktioniert. Aus jeden Fall habe ich etwas entfernt ein Tickeautomat gefunden und für 2 Stunden all meine Münzen reingeworfen. Hoffe es passt so.

Rock of Cashel, eine schon sehr altes Bauwerk wirkt imposant, nicht nur weil es auf einem Hügel steht. Die Geschichten dazu, die unser Guide Susan lebhaft erzählt macht es zu einem besonderen Erlebnis.

Ein Stein mag unscheinbar sein, seine Geschichte lässt aber jegliche Fantasie zum Leben erwecken.

Auf der Weiterfahrt nach Cork habe ich spontan die Autobahn wieder Mal verlassen und landete in einem idyllische Dörfchen, und wie kann es anders sein, auch hier hat es historische „Steinhaufen“.  Ich setzte mich in ein Strassenkaffee und habe etwas Kleines gegessen, beim Kaffee beobachtete ich nebenbei die Menschen, die an mir vorbei gingen.

Meine Erkenntnis nach langer Überlegung,  „the irish poeple are different“. So langsam begreife ich das Land und die Geschichte und bekomme eine Ahnung, warum sie so sind, wie sie sind.

In Cork bin in im Sheila’s Hostel abgestiegen, ein Mehrbettzimmer. Na ja, vielleicht ist es hier besser. Meine Wäsche konnte ich auch gleich erledigen lassen und da noch Zeit vom Tag übrig war, zog es mich automatisch nach Cobh. 

Im Cobh Heritage Center besuchte ich die Ausstellung über die Hungersnot und Auswanderungen der Iren nach Amerika, die Gefangenen – Schiffe nach Australien – der Besuch der Titanic und vieles mehr.

Übrigens: 1922 mit der Unabhängigkeit Irlands wurde der Name Queenstown in Cobh geändert, falls ihr den Film Titanic schon gesehen habt.

Irgend etwas an dieser Stelle in mir wollte am nächsten Tag nochmal nach Cobh, oder eher nach Queenstown?


Rock of Cashel

Alles hat seinen Preis!

Was waren wohl meine Befürchtungen gestern wohl? Ja genau das Mehrbettzimmer. Es lief wie folgt; Endlich Ruhe gefunden und schon fast weg geknickt, da kommt schon der nächste ins Zimmer, fummelt in seinen Rucksack, haut sich auf die Matratze und spielt noch mit seinem Smartphone „bip, klirr, bäng“. Uff!!

Kaum war er mit seinem Nachtritual fertig und ich wollte schon aufatmen, da latschte der nächste ins Zimmer und wieder das gleiche Prozedere. Ich frage mich, was habe die alle mit ihren Smartphone?

Mir fällt da folgende Szene ein, diejenigen von Euch die Werner Beinhart kennen, wissen vielleich auch schon was kommt: „Werner im Krankenhaus„. Nebenbei habe ich erwähnt, dass es ein 6 Bettzimmer ist und ich erst um 23:30 unter die Decke kroch? Na ja, morgen werde ich was verändern, oder ist es schon heute?

Auf das Irish Breakfast habe ich heute freiwillig verzichtet, denn diese Würstchen haben mich bei weitem nicht angesprochen – wenn sie sprechen könnten. Ich begnügte mich mit Müsli, Eier und Früchten, was sich ein guter Start in den Tag verheissen konnte. Ach ja, das Wetter: 17 °C, tiefhängende Wolken und Nieselregen, also mit anderen Worten, feucht und unangenehm.

Ich beschloss heute das Castle von Kilkenny unter die Lupe zu nehmen. Bin ich froh habe ich mein Mokka, dann stehen solchen spontanen Ideen nichts im Weg. Und eine weitere Übung im Linksfahren kann ja nicht schaden. Also ab ins Auto und los, Kilkenny ich komme.

Das gut restaurierte Castle mit seiner Parkanlage kann sich sehen lassen und die Geschichte wird auch es modern erzählt, nämlich mit Multimedia. Da sind die einzelnen Infotafeln, die übrigens auch modern gestaltet sind, gefühlte Steinzeit. Also wenn es um Geschichte geht, dann ist Multimedia mein Ding.

Es ist immer gut den Tourist-Infocenter ein Besuch abzustatten, wer weiss, was am da noch finden kann. Wie der Zufall es wollte fand ich die Unterlagen „Wild Atlantic Way“. Der Impuls von der Dame in Dublin ist wohl angekommen.

Der Nieselregen wurde leider vom Wind nicht weggeblasen und so beschloss ich für den Rest des Tages einfach zu Sein.

Sparsam sein ist ja gut, aber man kann es auch übertreiben!

Übrigens, ich habe mir für die nächsten 2 Nächte ein Einzelzimmer genommen.


So ein Felsennest hat schon was, aber nur mit Bediensteten!

 

 

Norden oder Süden?

Heute ist eines gewiss, ich werde Dublin hinter mir lassen, aber im Moment ist noch nicht klar, in welche Richtung meine Reise führt. Am ersten Tag auf meiner Erkundungstour in Dublin ist mir eine Ausstellung mit dem Namen Epic Ireland aufgefallen, deren Besuch ich mir bis zuletzt aufgehoben habe. Neugierig, dann klickt mal auf den Link.

Es geht um die Geschichte von Irland bis zum heutigen Tag, oder anders ausgedrückt „The Journey of a people“. Es ist eindrücklich die Geschichte eines Landes so nahe und intensive zu erleben und in einer Form, die sicher nicht langweilig wird, in Multimedia mit vielen spielerischen Effekten. Erinnern wir uns mal zurück an unseren Geschichtsunterricht, da konnte man vor Langeweile kaum mehr mithalten.

Beim Eingang der Tour bekommt jeder einen „Pass“, den er auf der Reise durch die Zeit in den verschiedenen Epochen abstempeln konnte. Der letzte Stempel bekam ich dann von einer netten Angestellten und wie plauderten ein wenig. Während unserer Unterhaltung bekam ich dann prompt die Antwort in welche Richtung meine Reise weitergeht. Weiter bekam ich einen interessanten Input, Wild Atlantic Way.

Mein Auto konnte ich um 16:00 Uhr abholen und siehe da, ein Opel Mokka. Den wollte ich schon lange mal ausprobieren. Der Zustand, dass das Lenkrad auf der rechten Seite war, schmälert aber in keiner Weise den bevorstehenden Fahrspass.  Ein grosser Aufkleber „drive Left“  sollte immer daran erinnern welches Strassenseite hier bevorzug zu benutzen war.

Ihr wollt jetzt sicher noch wissen, in welche Richtung ich losfuhr, oder? – Es geht in Richtung Süden nach Waterford, wo ich im Portree Guest House gleich mal für 3 Nachte ein Bett in einem Mehrbettzimmer reserviert habe. Na ja, hoffe es passt so.

Am Abend habe ich nun endlich Zeit meine Beiträge für die Webseite zu schreiben und wie ich vermute warten sicher einige schon auf meine ersten Eindrücke.